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Die Sűd-Tűrkische Zeitung?



Nach Strittmatters Erdogan-Portrait

(Sűddeutsche Zeitung vom 16. Juni 2010) nun ein gefűhlvolles Interview mit Fethullah Gűlen ("Der Vorbeter", SZ 26/27.06.10) aus der Feder eines seiner Schűler, Timofey Neshitov.

Von allen Islamisten ist Gűlen sicherlich der modernste. Er predigt den Anschluss der Tűrkei an Europa, den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt und sicherlich auch ein gewisses Mass an Koexistenz mit anderen Religionen und Lebensformen.

Aber Gűlen deswegen vom Verdacht islamistischer Aktivitäten freizusprechen, scheint mehr als mutig.

Der Interviewer meint, dass die Anschuldigungen wegen umstűrzlerischer Predigten, die Gegenstand eines Hochverratsprozesses gegen Gűlen waren, einer Ueberprűfung nicht standhielten und Gűlen deswegen freigesprochen werden musste. Was Neshitov nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass den Prozess 2008 sein Ende ereilte, als Gűlens Schűler Tayyip Erdogan fest als Premierminister etabliert war.

Dass der im amerikanischen Exil lebende Hoxaefendi auch nach Aufhebung des Haftbefehls nicht in die Tűrkei zurűckkehrt, mag gesundheitliche ebenso wie legale Grűnde haben.

Warum sich ausgerechnet die Sűddeutsche so fűr einen umstrittenen Islamprediger ins Zeug legt, ist schwer zu verstehen.

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—— BB